Herstellung

Rein chemisch gesehen ist eine Seife eine Verbindung aus Fetten und Ölen mit einer starken Lauge.

In meinen Seifen verarbeite ich nur pflanzliche Öle und Fette vorwiegend Olivenöl, Kokosfett, Palmfett, Rapsöl und Sonnenblumenöl. Durch Kombination dieser Basisöle kann man die unterschiedlichsten Seifen herstellen, die auf  verschiedenste Bedürfnisse abstimmt werden können.

Für die Seifenherstellung werden zuerst alle festen Fette wie Kokosfett und Palmfett in einem großen Topf geschmolzen. Nach Zugabe der flüssigen Öle temperiert man die Ölmischung auf ca. 40 °C. In der Zwischenzeit wird das NaOH in destilliertem Wasser oder auch in anderen Flüssigkeiten [z.B. starken Teeaufgüssen, auch in Gemüse- und Fruchtsäften wie Karotten-, Gurken-, Ananassaft oder auch in Milch] gelöst. Da dies eine exotherme Reaktion ist [die Flüssigkeiten erhitzen sich beim Lösen des NaOH] kühlt man die entstehende Lauge gleichzeitig im Wasserbad ebenfalls auf etwa 40 °C herunter [alles unter Beachtung der Sicherheitsregeln].

Um den Verseifungsprozess zu starten, werden Natronlauge und Ölmischung gründlich miteinander vermischt. Dieser Prozess kann mehrere Stunden dauern, wird aber mit Hilfe eines Pürrierstabes erheblich beschleunigt und kann so auf nur wenige Minuten reduziert werden. Innerhalb dieser Zeit ist es nicht mehr nötig die Temperatur konstant zu halten, da sich die Masse ganz von allein erwärmt.

Wenn die Seifenmasse andickt, gibt man alle anderen Zusätze hinzu, z.B. ätherische Öle, überfettende Substanzen, Milch, Honig, Kräuter, Peelingsubstanzen oder Farbstoffe.

Die Seifenmasse wird nun in eine passende Form umgefüllt [kann hier bei Bedarf auch noch marmoriert werden] und wird nun für ca. 24 Stunden schön warm eingepackt und sich selbst überlassen. In dieser Zeit tritt die Seife in die Gelphase ein, in der sich die Masse von innen heraus auf ungefähr 70 °C selbst erhitzt.

Wenn die Seife abgekühlt und fest geworden ist, kann sie in kleine Stücke geschnitten werden, bevor sie für mindestens 4 Wochen an einem gut durchlüfteten kühlen Ort gelagert wird.

Während der Trocknungszeit verliert die Seife Wasser, sie wird dabei härter und schrumpft ein wenig.

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